In memoriam Georg Heym (1887-1912)
Du tauchst ins Blau den Himmel, drin sich strecken
Die kahlen Äste fein wie Kapillaren;
Die pumpen schwarzes Blut in alle Ecken,
Wenn weiß die Lüfte aus den Mündern fahren.
Du glättest hart wie schwarzes Blutes Flecken
Im hohlen Wald bei Nacht die tiefen Weiher
Und legst über des Todes dunkle Becken
Am frühen Morgen bleichen Nebels Schleier.
Du peitscht die bleiche Haut mit scharfem Wetter
Und ziehst mit deinem Sturm auf alle Berge.
Du streust die Flocken, weiße Blütenblätter,
Auf alle Fluren wie auf neue Särge.
