Anfang Juni finden die nächsten studentischen und akademischen Wahlen der Universität Münster statt. Die Wahlen sind eine Möglichkeit, Einfluss auf die Hochschulpolitik zu nehmen. Trotzdem ist die Wahlbeteiligung meist schwindend gering. Doch warum lohnt es sich im Juni wählen zu gehen?
Die studentischen Wahlen finden vom 8. bis zum 12. Juni statt. Hier wählst du Vertreter*innen für das Studierendenparlament (StuPa), die Fachschaftsvertretung (FSV) und die Ausländische Studierendenvertretung (ASV). Gewählt wird per Briefwahl oder an Urnen, die in verschiedenen Gebäuden der Uni Münster stationiert sind.
Für das StuPa wählst du eine Person von einer der Listen, die in Münster antreten. Listen sind Gruppierungen von Studierenden, die größtenteils an die deutsche Parteienlandschaft angelehnt sind. Die Entscheidung, welche Listen dieses Jahr antreten, steht noch aus. Das StuPa entscheidet über alle wichtigen Fragen der Studierenden. Dabei geht es beispielsweise um Themen wie Studiengebühren, Wohnraum oder auch E- Learning. Zusätzlich verwaltet das StuPa die Gelder der Studierendenschaft und ist die studentische Stimme gegenüber der Uni, der Stadt, dem Land und dem Bund.
Auch für eure FSV wählst du eine Person, jedoch unabhängig von den Listen. Fachschaften kümmern sich um alles, was fachspezifisch nah an eurem Studiums-Alltag ist: Klausuren-Ausleihe, Partys, O-Wochen, Beratungen und vieles mehr. In großen Fachschaftskonferenzen kommen die Fachschaften fachübergreifend zusammen und treffen Entscheidungen zu diversen Themen.
Die ASV repräsentiert alle ausländischen Studierende, staatenlose Studierenden und Studierende mit Migrationshintergrund. Nur diese Gruppen können die ASV auch wählen. Sie bietet Hilfe bei der Wohnungssuche und organisiert verschiedene Veranstaltungen.
Neben den studentischen Wahlen finden vom 3. Juni bis zum 12. Juli akademische Wahlen statt. Der Senat und der Fachbereichsrat können ausschließlich online gewählt werden.
Im Senat sitzen Professor*innen, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Studierende zusammen. Dieses Gremium ist das höchste der gesamten Universität. Es ist Teil der Hochschulversammlung, die das Rektorat der Uni wählt, verabschiedet Stellungnahmen zu verschiedenen Themen und gibt grundsätzliche Leitbilder und Richtlinien zu Themen wie Tierschutz in der Forschung vor.
Die Fachbereichsräte sind der Gegenpol zu den Fachschaftsvertretungen. Sie setzen sich fachspezifisch aus Professor*innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Studierenden zusammen. Die Räte beschließen unter anderem Studien- und Prüfungsordnungen sowie Anwesenheitspflichten in bestimmten Modulen.
Ein Kreuz, fünf Minuten und du hast deinen Teil dazu beigetragen, dass die Uni ein bisschen mehr nach dir aussieht.
