Ausgabe 393 – Wissen und Glauben

Liebe/r Leser/in,

unter dem Vorwand der Religion wurden schon viele sehr unreligiöse Dinge getan. Es gab sogar so absurde Dinge wie Religionskriege. Ich meine, das muss man sich mal vorstellen: Jesus steht am Maschinengewehr. Sowas bringt viele dazu, auf Religion verzichten zu wollen und sich nur auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu verlassen. Nur leider ist es Aufgabe der Naturwissenschaft, die Welt zu beschreiben und zu erklären. Sie kann dir nicht sagen, was du tun sollst. (Sie stellt keine Zwecke bereit, sondern nur Mittel zur Erreichung von Zwecken.) Das musst du dir eigentlich schon selbst überlegen – und dafür machen die großen Religionen allesamt ganz gute Vorschläge. Es sollte nicht darum gehen, sich einer Religion als Autorität zu unterwerfen, aber es sollte auch nicht darum gehen, Religion einfach zu verwerfen. Man kann niemanden zwingen an irgendetwas zu glauben; bestenfalls kann man ihn dahingehend manipulieren, dass er glaubt er glaube. Aber glaubt er dann wirklich?

In diesem Heft geht es dann auch passenderweise, um Religion und Wissenschaft. Die Religionswissenschaft erzählt, was sie so ist und macht, ein Physiker, was die Physik so über Gott weiß und ein Philosoph, wie man sich den Kern des Religiösen modern denken kann. Außerdem gibt ein Professor für Islamische Religionspädagogik Auskunft über das Centrum für religiöse Studien und damit verbundene Erfahrungen. Ein neuer AStA ist im Amt und es wird über das Jazzfestival Münster berichtet. Studi abroad kommt dieses Mal aus Istanbul und Buenos Aires. Und natürlich wird auch vieles Anderes geboten.Ansonsten hoffe ich, dass euch diese Ausgabe gefällt und vielleicht auch ein bisschen dazu beiträgt, einen interkulturellen, als auch interreligiösen Dialog zu stärken, der nicht dogmatisch, sondern menschlich und vernünftig ist. Viel Spaß beim Lesen!

Für die Redaktion

Wilken Wehrt

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.