Lob des Marktes

Wo gedrängt die Leute stehen,

die sich freun aufs Weihnachtsfest,

und sich auf die Nerven gehen,

wo sich Glühwein kaufen lässt,

 

wo vor Krippenschnitzereien

harrn die Wein- und Ehrfurchtsvolln,

und die hinter ihnen schreien,

dass sie weitergehen solln,

 

wo Betrunkne lauthals pöbeln,

rote Mützen auf dem Haar,

und auf Kunstschneekissen göbeln

oder Mäntelkragen gar,

 

dort sind alle Menschen gleich, denn

sie sind alle gleich gestresst.

Welch ein großes Wunderzeichen

schon vorm eigentlichen Fest!

 

Weihnachtsmarkt, des Jahres Krönung,

strahlst in unsre Dunkelheit,

stiftest Frieden und Versöhnung,

stillst den Hader und den Streit.

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