Ausgabe 395 – Lug und Betrug im Studium?

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Plagiatswelle rollt seit Monaten über unsere Politiker hinweg und ist nun auch an der Uni Münster angekommen. Im März wiesen zwei Redakteure unserer aller Lieblingsrechercheplattform Wikipedia die medizinische Fakultät auf offensichtliche Parallelen in zwei dortigen Dissertationen hin, was jetzt zur Aberkennung einer der Titel führte. Beide Arbeiten durften zwar auf denselben Forschungen aufbauen, jedoch zog nur einer der beiden Doktoranden daraus eine neue wissenschaftliche Erkenntnis, während der zweite lediglich kopierte.

Alle lügen. Warum also nicht auch ich? Und sicher gibt es wenige, die noch nie einen Spickzettel zu Rate gezogen haben. Doch wie weit darf ich gehen und welche Folgen muss ich einplanen? Wilken Wehrt macht sich einige Gedanken zur Lüge im Alltag und auch einige weitere Artikel geben persönliche Perspektiven und die moralische Zwickmühle wieder, wie ehrlich der Mensch in einer unaufrichtigen Welt sein kann, darf und sollte. Für all diejenigen, die sich für die schiefe Bahn entscheiden, haben Julia Kwiatkowski und Lisa Herden mit Ghostwriting-Agenturen über Aufwand, Art und Kosten gekaufter Arbeiten gesprochen, die natürlich lediglich als Musterbeispiele gekauft werden.

Andreas Brockmann geht auf die jüngsten Ermittlungen der Münsteraner Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen der Unterschriftenfälschung während der vorletzten Stupa-Wahl gegen einige unserer Studentenvertreter ein. Mit unserer Montagsfrage und den fünf Fragen an Prof. Dr. Bernd Blöbaum sprechen wir über die Erfahrung seitens der Dozenten mit schummelnden Studenten. Außerdem berichtet Michael Thiesen als „Studi abroad“ aus einer Anwaltskanzlei im Big Apple.

Bleibt nur viel Spaß mit dieser Ausgabe voll Lug und Trug zu wünschen. Bleibt sauber!

Für die Redaktion

Lukas Herbers

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