Buchrezension: „Die Feuerzangenbowle“ von Heinrich Spoerl (1933)

„Die Feuerzangenbowle“ ist so gut wie jedem ein Begriff: In der Vorweihnachtszeit erfreut sich der Kultfilm vor allem unter Studierenden ausgesprochener Beliebtheit. Dass dieser auf dem gleichnamigen Roman mit dem Untertitel „Eine Lausbüberei in der Kleinstadt“ basiert, weiß hingegen kaum jemand. Dabei ist das Buch – in seinem historischen Kontext betrachtet – durchaus lesenswert. Zumal es ausführlicher ist als der Film, der doch einige Ereignisse und charakterliche Entwicklungen ausspart und die Dinge in einer teilweise übertrieben Leichtigkeit darstellt.

Rezension: „Die Entführung des Optimisten Sidney Seapunk“ Ein Versuch über richtiges Leben im Falschen – Andreas Stichmanns neue Erzählung vom Weltverbessern

„Die Entführung des Optimisten Sidney Seapunk“ handelt davon, wie sich endlich etwas ändern könnte. Das ehemals euphorische Aussteigertum der Althippies auf dem Sonnenhof ist in der ernüchternden Realität angekommen. Nur der Optimist Sidney Seapunk hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Von seinem Versuch, die Welt gleich im großen Stil zu verbessern, erzählt Andreas Stichmann in seinem neuen Buch. Die Szenerie […]

Beklemmend, beeindruckend, brutal ehrlich Thomas Melles autobiographischer Roman „Die Welt im Rücken“ über ein Leben mit manischer Depression

In „Die Welt im Rücken“ macht Thomas Melle reinen Tisch. Was er zuvor nur in Fiktionen einarbeitete, liegt nun offen zu Tage. Manie und Depression prägen sein Leben. So drastisch sie sein Leben zeichnen, so filigran zeichnet er es in seinem neuesten Buch nach. Damit schaffte er es auf die Shortlist des deutschen Buchpreises.  Es muss schwer gewesen sein, dieses […]

Das schöne Grauen Rezension des Romans „Die Toten“ von Christian Kracht

Christian Kracht schafft es in seinem Roman, die Bildgewalt des Kinos aufs Erzählen zu übertragen. Roland Barthes’ These vom Tod des Autors postuliert, dass der Autor eines Textes keine Bedeutung hat. Der Sinn werde allein vom Leser erzeugt. Jedoch wird bei den Romanen Christian Krachts trotzdem immer wieder gefragt: Wer spricht hier eigentlich? Der Erzähler, die Romanfigur oder doch Christian […]

Rezension „Beziehungskisten“

Der Münsteraner Autor Nicholas Wieling hat seinen ersten Roman „Beziehungskisten“ veröffentlicht. Wir haben es gelesen und stellen fest: ein erfrischend unkitschiges Buch über die Liebe.  „Ohne den Blick zu heben, sagt sie plötzlich: »Tom, wir müssen mal reden«”! Was klingt, wie das Ende einer Geschichte, steht im Debüt-Roman von Nicholas Wieling am Anfang. Seit Juni ist der Werk des Jungautors […]